Zwischen Erholung und Volatilität: Selektive Chancen zum Jahresende
Fed lockert, EZB hält Kurs
Während die EZB ihren Zinssenkungszyklus für beendet erklärt – ein anhaltender Disinflationstrend wird von EZB‐Präsidentin Lagarde ausgeschlossen – ist die US‐Notenbank wieder auf den Lockerungspfad eingeschwenkt. Der Markt rechnet nach dem bereits erfolgten Schritt mit bis zu vier weiteren Zinssenkungen der US‐Notenbank in den kommenden 15 Monaten. Die Debatte um die politische Unabhängigkeit der Fed bleibt ein brisantes Thema. Ein echter Vertrauensverlust zeichnet sich vorerst jedoch nicht ab.
Europa unter Druck
In der Eurozone hat die Frühjahrseuphorie spürbar nachgelassen. Deutschland droht in das gewohnte Muster der letzten Jahre zurückzufallen – auf Ankündigungen folgen keine Taten. Eine effiziente Allokation der neuen Gelder bei gleichzeitiger Entbürokratisierung bleibt die Bundesregierung bislang schuldig. Wichtige Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes und der ifo‐Geschäftsklimaindex kühlen bereits ab. In Frankreich belasteten Haushaltslage und Rating‐Herabstufung die Finanzierungskosten, zeitweise lagen die Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen über denen Italiens. Eine Vergemeinschaftung von Schulden wird diskutiert, die EZB hält sich jedoch (noch) zurück.
„Entscheidend sind jetzt klare Prioritäten, Planungsbeschleunigung und zielgerichtete Finanzierung. Erst dann wird ab 2026 substanzielles Wachstum in Deutschland und der Eurozone möglich“, so Kerbach.
Investiert bleiben – Chancen diszipliniert nutzen
Anleger sollten im aktuellen Umfeld ausgewogen investieren und Risiken aktiv steuern. Bei Anleihen sind Qualitätstitel mit mittleren Laufzeiten erste Wahl: Investment‐Grade‐ Unternehmensanleihen sowie US‐Dollar‐denominierte Emerging Markets‐Bonds. Inflationsgeschützte Anleihen dienen als Absicherung gegen anhaltendes Lohnwachstum und geopolitische Risiken. Im Aktienblock liegen Chancen vor allem in qualitativ hochwertigen Substanzwerten sowie in Teilen der Schwellenländer – dort stimmen Bewertung und
Wachstumsperspektiven nach wie vor. Das größte Potenzial bietet derzeit Asien gefolgt von US‐Aktien. Bei europäischen Aktien ist dagegen Zurückhaltung angebracht. Infrastruktur, Gold und eine solide Kassenquote sichern Flexibilität für antizyklisches Handeln.
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