Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Zwischen Erholung und Volatilität: Selektive Chancen zum Jahresende

München, 16. Oktober 2025 – Der Kapitalmarkt hat sich diesen Sommer trotz unklarer Zinspfade der Notenbanken und verschärfter Zollpolitik widerstandsfähig gezeigt. Die robuste US‐Konjunktur und eine moderate Inflationsentwicklung deuten auf ein freundliches Umfeld für Aktien zum Jahresende. „Das wirtschaftliche Umfeld hellt sich vor allem in den USA auf. In Europa bleibt der Gegenwind spürbar. Zugleich ist die makroökonomische Lage volatil. Gefordert ist jetzt ein aktives Risikomanagement, um mögliche Belastungen in den Portfolios gezielt zu steuern“, kommentiert Daniel Kerbach, Chief Investment Officer der BayernInvest.

Fed lockert, EZB hält Kurs

Während die EZB ihren Zinssenkungszyklus für beendet erklärt – ein anhaltender Disinflationstrend wird von EZB‐Präsidentin Lagarde ausgeschlossen – ist die US‐Notenbank wieder auf den Lockerungspfad eingeschwenkt. Der Markt rechnet nach dem bereits erfolgten Schritt mit bis zu vier weiteren Zinssenkungen der US‐Notenbank in den kommenden 15 Monaten. Die Debatte um die politische Unabhängigkeit der Fed bleibt ein brisantes Thema. Ein echter Vertrauensverlust zeichnet sich vorerst jedoch nicht ab.

Europa unter Druck

In der Eurozone hat die Frühjahrseuphorie spürbar nachgelassen. Deutschland droht in das gewohnte Muster der letzten Jahre zurückzufallen – auf Ankündigungen folgen keine Taten. Eine effiziente Allokation der neuen Gelder bei gleichzeitiger Entbürokratisierung bleibt die Bundesregierung bislang schuldig. Wichtige Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes und der ifo‐Geschäftsklimaindex kühlen bereits ab. In Frankreich belasteten Haushaltslage und Rating‐Herabstufung die Finanzierungskosten, zeitweise lagen die Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen über denen Italiens. Eine Vergemeinschaftung von Schulden wird diskutiert, die EZB hält sich jedoch (noch) zurück.

„Entscheidend sind jetzt klare Prioritäten, Planungsbeschleunigung und zielgerichtete Finanzierung. Erst dann wird ab 2026 substanzielles Wachstum in Deutschland und der Eurozone möglich“, so Kerbach.

Investiert bleiben – Chancen diszipliniert nutzen

Anleger sollten im aktuellen Umfeld ausgewogen investieren und Risiken aktiv steuern. Bei Anleihen sind Qualitätstitel mit mittleren Laufzeiten erste Wahl: Investment‐Grade‐ Unternehmensanleihen sowie US‐Dollar‐denominierte Emerging Markets‐Bonds. Inflationsgeschützte Anleihen dienen als Absicherung gegen anhaltendes Lohnwachstum und geopolitische Risiken. Im Aktienblock liegen Chancen vor allem in qualitativ hochwertigen Substanzwerten sowie in Teilen der Schwellenländer – dort stimmen Bewertung und

Wachstumsperspektiven nach wie vor. Das größte Potenzial bietet derzeit Asien gefolgt von US‐Aktien. Bei europäischen Aktien ist dagegen Zurückhaltung angebracht. Infrastruktur, Gold und eine solide Kassenquote sichern Flexibilität für antizyklisches Handeln.

Als Asset Manager und deutscher ESG‐Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage‐ und Risikomanagement‐Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment‐Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden neben OGAWs auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 95 Mrd. Euro (Stand: 31.08.2025) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Weitere Informationen unter https://www.bayerninvest.de und unter https://www.bayerninvest.lu

 

Pressekontakt

Ursula Schwarz
Tel. 089 – 54 850 204
presse@bayerninvest.de

Kontakt

Ursula Schwarz

Leitung Unternehmenskommunikation