Kapitalmarktausblick 2026: Aufbruch in eine neue Weltordnung
Wachstum: USA bleibt vorn – Europa gedämpft
Die USA dürften auch 2026 mit rund 2 Prozent wachsen und damit den Abstand zu Europa halten. Für Deutschland und die Eurozone ist mit einem Wachstum von jeweils etwa 1 Prozent zu rechnen. China könnte um rund 4,5 Prozent zulegen, was vor allem den asiatischen Schwellenländern Rückenwind verleihen würde. Für das globale BIP-Wachstum ist mit einem Wachstum von ca. 3,3 Prozent im Jahr 2026 zu rechnen. Damit sind die Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte insgesamt günstig. Risikofaktoren bleiben die hohe und weiter steigende Verschuldung in den Industriestaaten, sowie mögliche neue Handelskonflikte.
Geldpolitik als Taktgeber
Im Fokus der Märkte steht auch im Jahr 2026 die Geldpolitik. Sollte die Fed ihren Zinssenkungspfad mit ein bis zwei Schritten wie erwartet fortsetzen, könnte im Sommer ein Zinsplateau erreicht werden. Die EZB dürfte zunächst pausieren und die Konjunktur abwarten. In Japan setzt die BoJ ihre leichten Zinserhöhungen fort – mit möglichen Effekten auf globale Kapitalflüsse. Insgesamt ist sowohl in den USA als auch in Europa mit einer weiteren Versteilerung der Zinskurve zu rechnen. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der politischen Debatte um die Unabhängigkeit der Fed sowie den temporären Treasury-Käufen zur Sicherung der Liquidität am US-Bondmarkt.
Konsequenzen für Anleger: Qualität, kurze Laufzeiten, globale Aktien
Anleger sollten 2026 auf eine ausgewogene, leicht offensive Allokation achten. Als Kerninvestments bieten sich wachstumsstarke Substanzaktien mit Schwerpunkt USA und Asien an. Europa sollte eher defensiver berücksichtigt werden. Zur Diversifikation stehen Gold und Infrastruktur bereit. Eine Cash-Reserve schafft Spielraum für antizyklische Zukäufe. „Anleihen bleiben im Umfeld moderat sinkender US-Zinsen attraktiv. Dabei erscheinen kurze bis mittlere Laufzeiten von drei bis fünf Jahren, sowie Investment-Grade-Unternehmensanleihen – getragen von Carry, Kupons und soliden Bilanzen – sinnvoll“, so Kerbach.
KI als struktureller Treiber
Künstliche Intelligenz bleibt 2026 ein zentraler Markttreiber. Der Sektor ist allerdings bereits hoch bewertet – umso stärker dürfte sich zeigen, welche Anwendungen und Geschäftsmodelle die Erwartungen tatsächlich erfüllen. Dabei sind auch „Realitätstests“ möglich, die kurzfristig für zusätzliche Schwankungen sorgen.
Als Asset Manager und deutscher ESG-Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage- und Risikomanagement-Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment-Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden neben OGAWs auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 99 Mrd. Euro (Stand 30.11.2025) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Wir machen Nachhaltigkeit profitabel. Und Profitabilität nachhaltig. Weitere Informationen unter https://www.bayerninvest.de und unter https://www.bayerninvest.lu
