Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Kapitalmarktausblick 2026: Aufbruch in eine neue Weltordnung

München, 18. Dezember 2025 – Das Marktumfeld dürfte 2026 sprunghafter werden. Das wirtschaftliche Fundament ist stabil, zugleich sind häufigere Richtungswechsel nicht ausgeschlossen – mit spürbaren Folgen für Zinsen, Spreads und die Portfoliostruktur. „Das Jahr 2026 steht im Zeichen eines Dreiklangs aus Geldpolitik, Künstlicher Intelligenz und Fiskalpolitik. Die Konjunktur bleibt dennoch robust und bildet eine solide Basis für weiterhin freundliche Kapitalmärkte“, sagt Daniel Kerbach, Chief Investment Officer der BayernInvest.

Wachstum: USA bleibt vorn – Europa gedämpft 

Die USA dürften auch 2026 mit rund 2 Prozent wachsen und damit den Abstand zu Europa halten. Für Deutschland und die Eurozone ist mit einem Wachstum von jeweils etwa 1 Prozent zu rechnen. China könnte um rund 4,5 Prozent zulegen, was vor allem den asiatischen Schwellenländern Rückenwind verleihen würde. Für das globale BIP-Wachstum ist mit einem Wachstum von ca. 3,3 Prozent im Jahr 2026 zu rechnen. Damit sind die Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte insgesamt günstig. Risikofaktoren bleiben die hohe und weiter steigende Verschuldung in den Industriestaaten, sowie mögliche neue Handelskonflikte. 

Geldpolitik als Taktgeber 

Im Fokus der Märkte steht auch im Jahr 2026 die Geldpolitik. Sollte die Fed ihren Zinssenkungspfad mit ein bis zwei Schritten wie erwartet fortsetzen, könnte im Sommer ein Zinsplateau erreicht werden. Die EZB dürfte zunächst pausieren und die Konjunktur abwarten. In Japan setzt die BoJ ihre leichten Zinserhöhungen fort – mit möglichen Effekten auf globale Kapitalflüsse. Insgesamt ist sowohl in den USA als auch in Europa mit einer weiteren Versteilerung der Zinskurve zu rechnen. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt der politischen Debatte um die Unabhängigkeit der Fed sowie den temporären Treasury-Käufen zur Sicherung der Liquidität am US-Bondmarkt. 

Konsequenzen für Anleger: Qualität, kurze Laufzeiten, globale Aktien 

Anleger sollten 2026 auf eine ausgewogene, leicht offensive Allokation achten. Als Kerninvestments bieten sich wachstumsstarke Substanzaktien mit Schwerpunkt USA und Asien an. Europa sollte eher defensiver berücksichtigt werden. Zur Diversifikation stehen Gold und Infrastruktur bereit. Eine Cash-Reserve schafft Spielraum für antizyklische Zukäufe. „Anleihen bleiben im Umfeld moderat sinkender US-Zinsen attraktiv. Dabei erscheinen kurze bis mittlere Laufzeiten von drei bis fünf Jahren, sowie Investment-Grade-Unternehmensanleihen – getragen von Carry, Kupons und soliden Bilanzen – sinnvoll“, so Kerbach. 

KI als struktureller Treiber 

Künstliche Intelligenz bleibt 2026 ein zentraler Markttreiber. Der Sektor ist allerdings bereits hoch bewertet – umso stärker dürfte sich zeigen, welche Anwendungen und Geschäftsmodelle die Erwartungen tatsächlich erfüllen. Dabei sind auch „Realitätstests“ möglich, die kurzfristig für zusätzliche Schwankungen sorgen. 

Als Asset Manager und deutscher ESG-Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage- und Risikomanagement-Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment-Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden neben OGAWs auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 99 Mrd. Euro (Stand 30.11.2025) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Wir machen Nachhaltigkeit profitabel. Und Profitabilität nachhaltig. Weitere Informationen unter https://www.bayerninvest.de und unter https://www.bayerninvest.lu 

Kontakt

Ursula Schwarz

Leitung Unternehmenskommunikation