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Deutschland nach der Wahl: Märkte stabil – Regierung vor schwierigen Aufgaben

  • Anleger zeigen sich erleichtert über den Wahlausgang 
  • Debatte über Reform der Schuldenbremse gewinnt an Dynamik 
  • US-Strafzölle als erste große Bewährungsprobe 

München, 25. Februar 2025 - Nach der Bundestagswahl herrscht an den Kapitalmärkten Erleichterung darüber, dass die Ergebnisse weitgehend im Rahmen der Erwartungen geblieben sind. Als Wahlsieger kann sich die CDU mit Friedrich Merz an der Spitze feiern, allerdings steht Deutschland nun vor einer schwierigen Regierungsbildung. „Es ist erst einmal gut, dass komplizierte Parteienkonstellationen ausgeblieben sind. Eine Koalition aus Union und SPD könnte einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs als die Vorgängerregierung verfolgen“, sagt Daniel Kerbach, Chief Investment Officer der BayernInvest. Bei wichtigen Themen sei jetzt mit Bewegung zu rechnen. „Die neue Regierung dürfte in arbeitsmarkt-, steuer- und energiepolitischen Fragen endlich runter von der Bremse gehen und leicht Gas geben. Eine stabile Bundesregierung ist jetzt entscheidend - auch mit Blick auf Europa“, ergänzt Kerbach. 


Mögliche Notlösungen statt grundlegender Reform

Wenn Deutschland den Weg aus der Stagnation finden wolle, müsse über eine Anpassung der Schuldenbremse nachgedacht werden. „Wer in die Infrastruktur, die Energieversorgung und die Verteidigungsfähigkeit investieren will, kommt an einer Lockerung der Schuldenregeln nicht vorbei. Für eine Reform ist jedoch eine Zweidrittelmehrheit nötig, was angesichts der politischen Kräfteverhältnisse im neuen Bundestag äußerst schwierig erscheint“, so Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB. Selbst das Umgehen mit Sondervermögen oder Ausnahmeregelungen würde in dieser Konstellation herausfordernd. Zudem würde eine echte Reform damit jedoch weiter hinausgezögert. Denkbar sei auch eine stärkere Beteiligung an europäischen Rüstungsprojekten. „Bislang hat sich Deutschland gegen europäische Verteidigungsausgaben gesperrt. Ein Kurswechsel könnte der Beginn einer schrittweisen Vergemeinschaftung von Rüstungsausgaben und langfristig auch von gemeinsamen europäischen Schulden sein“, erklärte Michels. Entscheidend sei nun die rasche Bildung einer handlungsfähigen Regierung, die auch auf externe Schocks wie mögliche US-Strafzölle reagieren könne. Die traditionell engen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu den USA könnten durch die jüngst angekündigten Strafzölle, insbesondere auf Automobile, weiter belastet werden. Deutschland müsse daher eine Strategie entwickeln, um sich wirtschaftlich unabhängiger aufzustellen und neue Handelspartnerschaften zu stärken.
 

Über die BayernInvest
Als Asset Manager und deutscher ESG-Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage- und Risikomanagement-Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment-Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 93 Mrd. Euro (Stand: 31.01.2025) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Wir machen Nachhaltigkeit profitabel. Und Profitabilität nachhaltig. Weitere Informationen unter www.bayerninvest.de und unter www.bayerninvest.lu 

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Pressekontakt
Ursula Schwarz
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Leitung Unternehmenskommunikation