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Juli 2019

16.07.2019
München bald so warm wie Mailand

Eine Studie der Schweizer Universität ETH hat den Temperaturanstieg in 500 Großstädten bis zum Jahr 2050 untersucht. Das Ergebnis: In 77 Prozent der Städte könnte in den kommen 30 Jahren ein sehr großer Temperaturanstieg zu verzeichnen sein. Nach Analysen der Forscher könnte die Durchschnittstemperatur in Berlin um 6,1, Grad steigen und damit auf dem Niveau des australischen Canberras liegen. In München würde der Wert um 4,6 Grad steigen; vergleichbar mit der heutigen Temperatur in Mailand.

11.07.2019
Klimawandel aus CEO-Sicht größte Bedrohung für Unternehmen

Der Klimawandel und andere Umweltrisiken stellen nach Einschätzung globaler CEO die größte Bedrohung für das Wachstum ihrer Unternehmen dar. Für 22% der rund 1.300 von KPMG befragten Vorstandsvorsitzenden bieten diese Entwicklungen Anlass zur Sorge. Auf Rang 2 landet mit 18% die Rückkehr zum Protektionismus, auf Rang 3 Unsicherheiten durch disruptive Technologien (18%).

05.07.2019
Weltweite Aufforstung kann Klimawandel stoppen

Durch die Neubepflanzung von rund 900 Millionen Hektar Wald könnten der Klimawandel effektiv bekämpft und das 1,5°-Ziel des Weltklimarates IPCC erreicht werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der ETH Zürich. Derzeit sind weltweit rund 2,8 Milliarden Hektar mit Wald bedeckt, die vorgeschlagene Aufforstung wäre möglich, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden. Die neuen Wälder, die etwa der Größe der USA entsprächen, könnten 205 Milliarden Tonnen CO2 speichern. Dies sind ungefähr zwei Drittel der rund 300 Milliarden Tonnen CO2, die seit Beginn der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht wurden und in die Atmosphäre gelangt sind.

02.07.2019
Finnland will bereits bis 2035 klimaneutral werden

Bis 2015 und damit früher als alle anderen Industriestaaten will Finnland klimaneutral werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen und ihre Aufnahme insbesondere durch Wälder die Waage halten. Nach 2035 strebt Finnland sogar einen negativen Saldo an: Es soll dann mehr CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden als durch finnische Unternehmen und Privathaushalte emittiert wird. Mit der Zielmarke 2035 ist Finnland Vorreiter innerhalb der EU vor Island, das bis 2040 klimaneutral sein will und Schweden, das sich dieses Ziel für 2045 gesetzt hat. Deutschland hält bislang an der Zielmarke 2050 fest.

Juni 2019

18.06.2019
Weltwasserbericht: UNESCO beklagt mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser

Weltweit leben mehr als zwei Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies berichtet die UNESCO in ihrem aktuellen Weltwasserbericht. Die Hälfte dieser Menschen lebt dem Bericht zufolge in Afrika. Lediglich 24 Prozent der Bevölkerung in den Ländern südlich der Sahara haben demnach Zugang zu Trinkwasser, das den hygienischen Standards entspricht. Gleichzeitig hat nur knapp die Hälfte der Weltbevölkerung einen Zugang zu sauberen und funktionierenden Sanitäranlagen. Bis 2030 sollen gemäß Ziel 6 der UN Sustainable Development Goals (SDGs) alle Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen haben.

03.06.2019
Umsetzung der UN Sustainable Development Goals

Der Klimaschutz, Ziel 13 der UN Sustainable Development Goals (SDGs), hat unter den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen die höchste Dringlichkeit. Dies ist ein Ergebnis der Befragung von weltweit 454 Experten, die das Forschungsinstitut SustainAbility durchgeführt hat. Die größten Fortschritte gab es nach Einschätzung der Experten in den vergangenen Jahren bei Ziel 17, der Schaffung von Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Hintergrund ist hier die steigende Zahl von Branchen- und Unternehmenskooperationen zur Erreichung der SDGs. Als wichtigste Treiber der Entwicklung sehen die Experten die Nichtregierungsorganisationen, Social Entrepreneurs sowie die UN. Den nationalen Regierungen attestieren die Experten dagegen ein bislang unzureichendes Engagement.

Mai 2019

23.05.2019
Weniger Kohlestrom verbraucht

Die Stein- und Braunkohlekraftwerke in Deutschland haben nach Berechnungen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft von Januar bis März 2019 rund 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh) weniger Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum: Speisten sie im ersten Quartal 2018 noch rund 63 Mrd. kWh Strom ein, so waren es 2019 rund 51 Mrd. kWh. Dies entspricht einem Rückgang um rund 19 Prozent.

Gründe hierfür waren nach Angaben des BDEW zum einen das nahezu durchgängig hohe Windaufkommen zu Beginn des Jahres 2019. Dadurch konnten die Erneuerbaren Energien insgesamt 9,3 Mrd. kWh oder 16 Prozent mehr Strom als im Vorjahreszeitraum einspeisen. Zum anderen lag es an unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Während das erste Quartal 2018 außergewöhnlich kalt war, brachten diese Monate im Jahr 2019 besonders milde Temperaturen. Dementsprechend wurde weniger Energie für Heizwärme eingesetzt.

13.05.2019
187 Staaten schließen globales Abkommen über Plastikmüll

Künftig darf nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll international gehandelt werden. Für den Export anderer Plastikabfälle wird künftig weltweit eine Zustimmung der Export- und Importländer erforderlich sein. Auf diese neuen Regelungen zum Umgang mit Plastikmüll einigten sich 187 Staaten bei einer UN-Konferenz in Genf. Das Rahmenabkommen ist rechtlich bindend und ergänzt nach Angaben des UN-Umweltprogramms UNEP das internationale Umweltabkommen von Basel über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung aus dem Jahr 1989.

09.05.2019
Mehrheit der Bundesbürger misst dem Naturschutz überragende Bedeutung bei

98 Prozent der Bundesbürger sehen die Menschheit in der Verantwortung, die Natur und den Artenreichtum zu schützen. Jeweils 97 Prozent der rund 1.500 für das Eurobarometer befragten Bundesbürger äußerten die Überzeugung, dass die biologische Vielfalt (Biodiversität) wesentlich für den Schutz des Klimas sei und zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen beitrage. Die Deutschen nehmen das Thema Naturschutz damit noch etwas wichtiger als der Durchschnitt der EU-Bürger: Insgesamt sagten 96 Prozent der über 27.000 europaweit Befragten, dass die Menschheit die Natur schützen muss.

April 2019

Nachhaltige ESG-Anlagen im Einklang mit UN SDGs steigen

Nach einer weltweiten Umfrage von BNP Paribas Securities Services unter Asset Managern und institutionellen Investoren zeigt, dass die ESG-Integration in den Portfolien stark ansteigt. Mehr als 65% der Befragten gaben an, dass sie ihren Investitionsrahmen an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausrichten. Daten und Technologiekosten sind allerdings nach wie vor Hindernisse für die ESG-Integration, doch die Anleger sind optimistisch: Über 90% erwarten, dass bis 2021 mehr als 25% ihrer Fonds auf ESG-Kriterien ausgerichtet sein werden.

Klimawandel zwingt Investoren zum Handeln

Nach einer aktuellen Studie von Mercer, international tätige Unternehmensberatung, wird die Erderwärmung infolge des Klimawandels erheblichen Einfluss auf die zu erwartenden Renditen von institutionellen Investoren haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Investing in a Time of Climate Change - the Sequel". Bei einer Erwämrung über 2 Grad Celsius sind bereits mittelfristig deutlich negative Effekte auf die Rendite zu erwarten. Durch eine Ausrichtung auf nachhaltige Anlagen können diese Auswirkungen jedoch gedämpft werden.

„Eine zentrale Schlussfolgerung unserer neuen Studie ist, dass Investoren aktiv auf ein 2°C-Szenario hinarbeiten müssen und dieses auch als Chance verstehen sollten. In fast allen Anlageklassen, Regionen und Zeiträumen zeigen unsere Analysen, dass die zu erwartenden Renditen im 2°C-Szenario deutlich besser ausfallen als bei einer Erwärmung von 3°C oder 4°C. Außerdem bietet der dafür notwendige Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und Gesellschaft neue Anlagechancen“, so Helga Birgden, Global Business Leader, Responsible Investment, Mercer.