Welche Strategien bietet die nachhaltige Kapitalanlage?

Anlegern, die nachhaltig investieren, steht heute eine große Bandbreite an unterschiedliche Anlagestrategien zur Verfügung. Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) unterscheidet bei seiner jährlichen Marktanalyse aktuell folgende Ansätze:

  • Ausschlusskriterien
  • Best-in-Class
  • Engagement
  • ESG Integration
  • Impact Investment
  • Nachhaltige Themenfonds
  • Normbasiertes Screening
  • Stimmrechtsausübung

Die aus unserer Sicht wichtigsten Ansätze kann man als „Triple A der nachhaltigen Kapitalanlage“ zusammenfassen: ausschließen, auswählen und ansprechen!

Entscheidend ist, die richtige nachhaltige Anlagestrategie auszuwählen.

Ausschließen: Ausschluss- oder Negativkriterien

Systematisch bestimmte Investmentklassen und Emittenten - wie Unternehmen, Branchen oder Staaten - werden anhand spezifischer Ausschluss- oder auch Negativkriterien von der Kapitalanlage ausgeschlossen. Geschieht dies auf der Basis von Verstößen gegen anerkannte Standards wie den ILO Kernarbeitsnormen (ILO = International Labour Organisation) oder den zehn Prinzipien des UN Global Compact spricht man auch von normbasiertem Screening. Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten.

Auswählen: „Best-in“-Ansätze

Beim Best-in-Class-Ansatz werden die Emittenten zum Investment ausgewählt, die innerhalb einer Branche, Kategorie oder Klasse die besten Nachhaltigkeitsleistungen erbringen. Dagegen setzt der Best-in-Progress-Ansatz auf die Unternehmen, die in den vergangenen Jahren die größten Fortschritte bei der Qualität des Nachhaltigkeitsmanagements gemacht haben.

Ansprechen: Im Dialog mit den Unternehmen

Zu den Dialogstrategien gehören die Ausübung der mit Aktien verbundenen Rechte auf den Hauptversammlungen von Unternehmen sowie der direkte Kontakt mit Vertretern der Unternehmen, das Engagement. Ziel ist es in beiden Fällen, im Dialog mit den Unternehmen konkrete Verbesserungen im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen einzufordern.