Carbon Footprint sinnvoll messen

Carbon Footprint sinnvoll messen

Der Carbon Footprint stellt eine Kennzahl dar, die die klimawirksamen Treibhausgase (THG) umfasst. In der Praxis wird häufig auch der Begriff CO2-Fußabdruck verwendet, da Treibhausgase oft pauschal unter CO2-Begriffe subsumiert werden.

Der Carbon Footprint kann neben Kohlenstoffdioxid auch andere klimarelevante Treibhausgase ausweisen. Dazu zählen Methan, Distickstoffmonoxid, fluorierte und perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexalfluorid, die in CO2-Äquivalente umgerechnet werden. Der Carbon Footprint kann für einzelne Unternehmen, Länder, Regionen und private Haushalte sowie für gesamte Portfolien ermittelt werden.

Standards vom Weltklimarat

Um die Berechnungsmethoden zu standardisieren und damit die Vergleichbarkeit der veröffentlichten Kennzahlen verschiedener Unternehmen oder Regionen zu ermöglichen, legte der Weltklimarat (IPCC) die Umrechnungsgröße der Treibhausgase für CO2-Äquivalente fest.

Die Messung der Treibhausgasemissionen basiert häufig auf der im Greenhouse Gas Protocol aus dem Jahre 1998 definierten Methodik. Dabei werden drei Bereiche von Emissionen unterschieden:

  • Scope 1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb der betrachteten Systemgrenzen, etwa unternehmenseigenen Kraftwerken oder Fahrzeugflotten.
     
  • Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie, die von außerhalb bezogen wird, dies sind vor allem Strom und Wärme aus Energiedienstleistungen.
     
  • Scope 3-Emissionen sind sämtliche übrigen Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern, Dienstleistern oder Mitarbeitern.