Änderung der BAB: BayernInvest Subordinated Bond-Fonds

Wichtige Mitteilung betreffend das OGAW-Sondervermögen BayernInvest Subordinated Bond-Fonds

Anteiklasse I WKN A0ETKV, ISIN DE000A0ETKV5
Anteilklasse A WKN A2PSYB, ISIN DE000A2PSYB2

Änderung der Besonderen Anlagebedingungen


Mit Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (nachfolgend „BaFin“) mit Schreiben vom 14.07.2020 werden die „Besonderen Anlagebedingungen“ des OGAW-Sondervermögens BayernInvest Subordinated Bond-Fonds (nachfolgend „der Fonds“) geändert.

Beim Erwerb der Vermögensgegenstände sollen künftig auch ethische, soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang ändert sich auch der Fondsname in BayernInvest ESG Subordinated Bond-Fonds.

Folgende Änderungen bzw. Ergänzungen werden in den „Besonderen Anlagebedingungen“ (nachfolgend „BAB“) vorgenommen:

Anpassung des § 2 BAB (Anlagegrenzen) bezüglich der Anlagegrenzen und der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien beim Erwerb von Vermögensgegenständen

§ 2 Abs. 2 BAB wird wie folgt geändert:
Mehr als 50 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens werden in verzinsliche Nachranganleihen von nationalen und internationalen Ausstellern gemäß § 1 Nr. 1 nach Maßgabe der §§ 5 und 11 der „Allgemeinen Anlagebedingungen“ angelegt, deren Aussteller und/oder deren Mittelverwendung der Nachhaltigkeit entsprechen. Das bedeutet, dass im Rahmen der Auswahl der Vermögensgegenstände auch so genannte ESG Kriterien berücksichtigt werden.

Hinter dem Kürzel „ESG“ stehen die drei Nachhaltigkeitsaspekte

• Umwelt („E“ engl. Environment)
• Soziales („S“ engl. Social) und
• gute Unternehmensführung („G“ engl. Governance).

Dabei wird das Kriterium der Nachhaltigkeit über Ausschlusskriterien definiert. Als nicht nachhaltig gelten die Aussteller einer Nachranganleihe wenn sie:

• gegen die zehn Prinzipien der „United Nations Global Compact“ verstoßen. Diese zehn Prinzipien der Vereinten Nationen fördern eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensentwicklung, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Sie lassen sich in die Kategorien Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsprävention einordnen.
Ebenfalls als nicht nachhaltig gelten Nachranganleihen von Emittenten die sich über einen definierten Schwellenwert hinaus in den folgenden kontroversen Geschäftsfeldern engagieren:

• Alkohol:
Als Verstoß gelten Produzenten und Handelsunternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit alkoholhaltigen Getränken und Nahrungsmitteln erzielen.

• Atomenergie:
Als Verstoß gelten Produzenten, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit der Stromgewinnung aus Atomenergie oder mehr als 15 Prozent ihres Umsatzes als Lieferant von Bauteilen zur Stromgewinnung aus Atomenergie erzielen.

• Glücksspiel:
Als Verstoß gelten Anbieter, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit besonders kontroversen Formen des Glückspiels (z. B. Betrieb von Kasinos oder Wettbüros, Herstellung von Glücksspielautomaten) erzielen. Ebenfalls ausgeschlossen werden Anbieter, deren Umsatz mit sonstigem Glücksspiel (z. B. Lotterien) über 15 Prozent ihres Gesamtumsatzes liegt.

• Grüne Gentechnik:
Als Verstoß gelten Produzenten, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren erzielen.

• Erwachsenenunterhaltung:
Als Verstoß gelten Unternehmen, die pornographische oder gewaltverherrlichende Inhalte selbst produzieren sowie Händler, die pornographisches oder gewaltverherrlichendes Material von Dritten erwerben und vertreiben und hiermit mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes erzielen.

• Rüstung:
Als Verstoß gelten Produzenten, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Waffen(-systemen) und/oder mit sonstigen Rüstungsgütern, wie z. B. Radaranlagen erzielen. Ebenfalls ausgeschlossen werden Unternehmen, die geächtete Waffen, wie z B. Landminen und ABC-Waffen, produzieren und/oder vertreiben sowie Unternehmen, die zivilen Schusswaffen (Gewehre, Pistolen, o.ä) herstellen oder vertreiben.

• Tabak:
Als Verstoß gelten Produzenten und Handelsunternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit Endprodukten wie z. B. Zigaretten oder Zigarren erzielen.

Die Beurteilung der Nachhaltigkeit eines Emittenten erfolgt durch das Portfoliomanagement unter Heranziehung publizierter Informationen der Emittenten. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch auf die Nachhaltigkeitsbewertung externer Anbieter zurückgreifen, um die vorstehenden Kriterien zu beurteilen. Externe Datenanbieter sammeln Informationen von Unternehmen bzw. Emittenten zum Umgang mit den oben aufgeführten Nachhaltigkeitsthemen und beurteilen diese in der Regel auch und stellen diese der Gesellschaft zur Verfügung. Im Hinblick auf einen Verstoß gegen die zehn Prinzipien der „United Nations Global Compact“ bezieht sich die Gesellschaft grundsätzlich auf die Angaben in den Nachhaltigkeitsbewertungen externer Datenanbieter.

§ 2 Abs. 3 BAB:
Maximal 49,9 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens dürfen in Geldmarktinstrumente nach Maßgabe der §§ 6 und 11 der „Allgemeinen Anlagebedingungen“ angelegt werden.

§ 2 Abs. 6 BAB:
Bis zu 49,9 Prozent des Wertes des OGAW-Sondervermögens dürfen in Bankguthaben nach Maßgabe des § 7 Satz 1 der „Allgemeinen Anlagebedingungen“ gehalten werden.

Diese Änderungen treten mit Wirkung zum 07.11.2020 in Kraft.

Alle Änderungen werden hier sowie unter www.bundesanzeiger.de veröffentlicht.

Mit Inkrafttreten der geänderten Anlagebedingungen erscheint am 10.11.2020 eine aktualisierte Ausgabe des Verkaufsprospektes inklusive Anlagebedingungen sowie der wesentlichen Anlegerinformationen des OGAW-Sondervermögens, die im Internet unter www.bayerninvest.de erhältlich sind.

Im Folgenden sind die „Besonderen Anlagebedingungen“ vollständig abgedruckt.

München, im August 2020
BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
Die Geschäftsführung


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