ESG-News

Januar 2021

20. Januar 2021
Studie: Nachhaltige Kapitalanlagen haben besonders gute Wachstumsaussichten

Global belaufen sich die Assets under Management (AuM) nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) derzeit auf mehr als 110 Billionen US-Dollar. Bis 2025 rechnet die Gesellschaft mit einem Anstieg der AuM auf 147,4 Billionen US-Dollar bei einem jährlichen Wachstum um bis zu 5,6 Prozent.

Besonders gute Wachstumsaussichten bescheinigt PwC in ihrer Studie „Asset and Wealth Management Revolution: The Power to Shape the Future“ Fonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit, alternative Kredite und Altersvorsorge. Nach Angaben der Gesellschaft achten Investoren neben der Rendite bei ihren Anlageentscheidungen verstärkt auf Environmental-, Social- und Governance-Faktoren (ESG). Ein wachsender Anteil der Investoren erwartet dabei von ihren Asset Managern, dass sie nachhaltigkeitsbezogene Kriterien in ihre Portfoliostrategien integrieren. Dies spiegelt sich nach Einschätzung von PwC bereits in einem steigenden Produktangebot, der entsprechenden Allokation des Kapitals sowie in den Kriterien zur Performancemessung wider. Bis 2025 werden nach Prognose von PwC zwischen 41 und 57 Prozent des in Fonds investierten Kapitals in ESG-Fonds angelegt sein.

Neben der Berücksichtigung der individuellen Ziele und Werte der Investoren sprechen auch Renditeaspekte für eine entsprechende Ausrichtung der Kapitalanlage. So haben nach ESG-Aspekten ausgerichtete Fonds nach Angaben von PwC zwischen 2010 und 2019 eine um neun Prozent höhere Rendite erzielt als konventionelle Fonds.

Mehr unter: www.pwc.com/gx/en/industries/financial-services/assets/wealth-management-2-0-data-tool/pwc_awm_revolution_2020.pdf

11. Januar 2021
Deloitte Global Millennial Survey 2020

Generationen Y und Z: Klimawandel und Umweltzerstörungen weiterhin die größten Sorgen
Klimawandel und Umweltzerstörung sind nach wie vor die größten Sorgen, die die Vertreter der Generationen Y (Millennials) und Z umtreiben, gefolgt von den Auswirkungen des globalen Terrorismus und dem Umgang mit den weltweiten Flüchtlingsbewegungen. An dieser Priorisierung hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert. Dies ist ein Kernergebnis des „Millennial Survey 2020“ der Wirtschaftprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte.

Für dieses Millennial Survey hat Deloitte aufgrund der Corona-Pandemie zwei Befragungen durchgeführt: Ergänzend zur primären Umfrage, an der Ende 2019 weltweit über 18.000 Vertreter der Generationen Y und Z aus 43 Ländern teilgenommen haben, wurden im Mai 2020 mehr als 9.000 Personen dieser Altersgruppen aus 13 Ländern befragt, darunter 800 Teilnehmer aus Deutschland. Das Ziel der zweiten Erhebung war es dabei, herauszufinden, wie die junge Generation mit den durch die Corona-Pandemie verursachten Veränderungen umgeht, welchen Einfluss die Pandemie auf ihr Privatleben und ihre Arbeit hat und wie sich ihre Einschätzungen zu Wirtschaft und Politik verändert haben.

Klimawandel: Verhaltener Optimismus
Vor Ausbruch der Pandemie vertrat rund die Hälfte aller Befragten die Ansicht, dass die bereits durch den Klimawandel verursachten Schäden nicht mehr zu beheben seien. Der leichte Rückgang dieses Wertes in der zweiten Umfrage zeigt nach Einschätzung von Deloitte, dass sich in Folge der durch COVID-19 bedingten Veränderungen – insbesondere den Rückgang von Umweltverschmutzung und Treibhausgasen in Folge des Lockdowns – bei den Millennials und der Generation Z verstärkt Hoffnung regt, dass der point-of-no-return zur Rettung der Erde noch nicht erreicht ist. In diesem Punkt sind die Befragten in Deutschland geringfügig skeptischer als ihre internationalen Pendants.

Finanzielle Situation: Weitverbreitete Sorgen
Rund die Hälfte der deutschen Millennials und jungen Menschen aus der Generation Z macht sich Sorgen um ihre finanzielle Situation, wie die Umfrage im Frühjahr 2020 zeigt. Vor COVID-19 waren die Werte deutlich höher – um 14 (Millennials) und 13 Prozentpunkte (Generation Z). Auf die Zahlungsfähigkeit der Befragten hat die Corona-Pandemie offenbar keinen erheblichen Einfluss, hier haben sich die Werte gegenüber Ende 2019 sogar geringfügig verbessert.

Bewertung der Institutionen aus Wirtschaft und Politik
Mit der schnellen Reaktion, den getroffenen Maßnahmen der Regierungen zu COVID-19 und deren Angemessenheit zeigte sich mehr als die Hälfte der Befragten zufrieden. Bei der Einschätzung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung erwartet nur rund jeder Fünfte (18%) der deutschen Millennials, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland innerhalb der kommenden 12 Monate verbessern wird, 17% denken, dass sich die gesellschaftliche und die politische Situation verbessern wird. Im internationalen Vergleich zeigen ihre Altersgenossen in den anderen Ländern mit nahezu doppelt so hohen Zustimmungswerten mehr Optimismus.  

Hintergrund
Als Generation Y oder Millennials bezeichnet man die Generation, die im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geboren wurde. Zur Generation Z gehören Personen, die nach 1999 geboren wurden.

Mehr unter: www2.deloitte.com/de/de/pages/innovation/contents/millennial-survey.html